HISTORISCH
Die Peterhof-Galerie
Die Peterhof-Galerie steht in der langen Tradition enger historischer Verbindungen zwischen Frankreich und Russland, die ihren Ursprung in den regelmäßigen Reisen französischer und russischer Adelsfamilien zwischen ihren jeweiligen Höfen haben. Am russischen Hof wurde einst Französisch statt Russisch gesprochen, und offizielle Dokumente der Zarenregierung wurden sowohl in Russisch als auch in der damaligen Diplomatensprache Französisch verfasst. Diese kulturellen und intellektuellen Beziehungen zwischen den führenden Persönlichkeiten beider Länder fanden mit Napoleons Angriff auf das befreundete Russland ein jähes Ende. Trotz des Schocks der Invasion pflegte der russische Adel dauerhafte Freundschaften mit dem französischen Adel, so sehr, dass einige Jahrzehnte später viele „Weiße Russen“, die vor der Oktoberrevolution von 1917 geflohen waren, ins Exil nach Paris gingen, wo sie eine bedeutende Gemeinschaft gründeten.


Der Name der Galerie bezieht sich auf Peterhof, die Sommerresidenz des Zaren, die von Peter dem Großen gegründet wurde. Es ist ein prachtvoller Palast in Sankt Petersburg, umgeben von einer zauberhaften Welt formaler französischer Gärten, vergoldeter Statuen und bezaubernder Brunnen, die einen Fluss überblicken. Für das russische Volk verkörpert dieser Palast den Höhepunkt einer vergangenen Ära und gilt als Juwel der russischen Romantik, wie sie von der großen Zarendynastie geprägt wurde.
